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HelloFresh: Könnte sich als der One-Stop-Shop für Lebensmittel positionieren. Comeback-Chance nach der Kurshalbierung!

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HelloFresh war das Unternehmen, welches mit Beginn der Corona-Pandemie das passende Produkt auf dem Markt hatte. Kochboxen befriedigten das Bedürfnis nach einem abwechslungsreichen Essen, frischen Produkten, taggenauen Lieferungen nach Hause und damit konnten die Lockdowns sowie die soziale Distanzierung leichter hingenommen werden. Wenn viel von Zuhause gearbeitet wird und Restaurants zu sind, steigt der Bedarf sich keine eigenen Gedanken über das Essen machen zu müssen. Mit seiner großen Auswahl an Fleisch-, Gemüse- und Fischmenüs sowie Desserts traf der Konzern den Nerv der Zeit. Mittlerweile lernen die Menschen mit dem Corona-Virus zu leben. Am Kapitalmarkt ist eine Zurückhaltung gegenüber der Nachhaltigkeit des Kochboxen-Geschäftsmodells entstanden. Die HelloFresh-Aktie halbierte sich seit Herbst 2021. Warum daraus eine Comeback-Chance entsteht:

Zahlen zum ersten Quartal 2022 lagen über den Erwartungen

Letzte Woche kommunizierte HelloFresh seine Ergebnisse für die Periode von Januar bis März 2022. Demnach wuchsen die Erlöse um 32,7 % auf 1,915 Mrd. Euro. Das vom Unternehmen gemeldete AEBITDA (EBITDA bereinigt um Sondereffekte und auf Segmentebene zusätzlich um Holdingkosten) sank um 37,6 % auf 99,3 Mio. Euro. Dennoch toppte HelloFresh die Konsenserwartungen von 1,840 Mrd. Euro und 67,9 Mio. Euro. HelloFresh spürt die gestiegenen Kosten. Höhere Aufwendungen für die Beschaffung und den Vertrieb waren notwendig. Zudem kletterten die Marketingkosten von 218 Mio. Euro auf 339,1 Mio. Euro. HelloFresh muss mehr Geld aufwenden, um Kunden zu reaktivieren und neu zu gewinnen. Das lohnte sich jedoch, dann die aktive Kundenzahl kletterte auf 8,52 Mio. und lag 17 % höher. Insgesamt wurden 287,3 Mio. Mahlzeiten ausgeliefert. Trotz der höheren Kosten gelang es HelloFresh am Ende einen Free Cashflow von 120,7 Mio. Euro zu erzielen. Das Geschäft wirft Geld ab, obwohl die Menschen das Ende der Lockdowns mit Urlaub und Restaurantbesuchen genießen.

Im Jahr 2022 wird HelloFresh sogar um 20-26 % wachsen. Das Unternehmen investiert in den Ausbau der Produktionsinfrastruktur und die Stärkung der Technologie- und Datenplattform. Aktiv soll in neue Märkte expandiert und das Markenportfolio ausgebaut werden. Bereits jetzt kommt HelloFresh bei Kochboxen auf einen 70%igen Marktanteil und liegt meilenweit vor Blue Apron, Home Chef, Marley Spoon und Sunbasket.

 

HelloFresh ist Marktführer und wird zum One-Stop-Shop für Lebensmittel

Langfristig lauert für Hellofresh die Wachstumschance darin, dass man online der One-Stop-Shop für den Einkauf von Lebensmitteln und Gerichten wird. Die Durchdringung des E-Commerce im Lebensmittelbereich beträgt erst 5 %. Doch mit 1.113 Mrd. USD handelt es sich um den größten Konsummarkt. Um die Penetration bei den Haushalten zu steigern, bleibt Hellofresh kein reiner Anbieter von Kochboxen. Das Unternehmen hatte Factor75 sowie YouFoodz gekauft und damit das Angebot um Fertiggerichte erweitert. Damit spricht man Singles und Haushalte an, die keine Zeit für das Kochen aufwenden wollen. Das Business soll dreistellig im letzten Jahr gewachsen und in den USA soll man dank der Übernahme von Factor75 schon der führende Anbieter von Fertiggerichten sein. Auch soll die Individualisierung der Rezepte mehr Kunden ansprechen. Sie können ihre Menüs personalisieren, indem sie Zutaten hinzufügen, austauschen oder durch Premium-Zutaten ersetzen lassen.

Des Weiteren beginnt HelloFresh den Rollout von HelloFresh Market voranzutreiben, um die Monetarisierung der Kunden zu steigern und diese zu binden. Dabei handelt es sich um ein Supermarkt-Sortiment. Kunden von HelloFresh können Produkte des täglichen Bedarfs nun zusätzlich zur Kochbox beziehen und damit spart man sich den klassischen, zeitaufwendigen Wocheneinkauf. In den Benelux-Ländern umfasst HelloFresh Market schon 500 Produkte und auch in den USA wurde es auf 100 Produkte ausgedehnt. Dazu gehören Salate, schnell zubereitete Mittagessen, Desserts, Suppen, Snacks, Fleisch, Milch oder Frühstück. Laut HelloFresh zeigt das Kundenfeedback eine starke Akzeptanz. Folglich wird man HelloFresh Market auf weitere Regionen erweitern. Kochboxen und ein Angebot an Produkten des täglichen Lebens machen HelloFresh langfristig zum One-Stop-Shop für den Online-Einkauf von Lebensmitteln, der intensiver von den Kunden genutzt wird und damit zu Umsatz- sowie Ertragssteigerungen führt.

 

KUV von unter eins und KGV von 15 per 2024

HelloFresh wird im laufenden Jahr auf einen Umsatz von 7,2-7,54 Mrd. Euro kommen. Das langfristige Ziel sind die 10 Mrd. Euro an Erlösen. Die AEDITDA-Marge möchte HelloFresh von 8,8 % auf 10-15 % heben. Dieses Level erreichte der Konzern im Pandemiejahr 2020. Bereits jetzt ist das KUV auf unter eins gesunken und reduziert sich weiter, wenn die Wachstumsziele erreicht werden. Wird der Analystenkonsens für 2024 herangezogen, dann sollte HelloFresh bei 8,39 Mrd. Euro an Umsatz rund 2,73 Euro/Aktie verdienen. Das KGV wäre bei nur 15. Für einen Marktführer mit weiteren Wachstumschancen ist das eine attraktive Bewertung.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long auf die HelloFresh SE

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert HelloFresh SE stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 21,814 Euro sowie einer Knock-Out-Barriere von 21,814 Euro. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf die HelloFresh SE hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 02.05.2022

Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Endlos Turbo Long 21,814 open end: Basiswert HelloFresh

DV9XAG
DE000DV9XAG9 // Quelle: DZ BANK: Geld 02.05. 17:05:47, Brief 02.05. 16:55:51
1,98 EUR 2,00 EUR Basiswertkurs: 41,520 EUR
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: Xetra , 17:16:16
Basispreis 21,814 EUR Abstand zum Basispreis in % 47,61%
Knock-Out-Barriere 47,61% Abstand zum Knock-Out in % 47,61%
Hebel 2,08x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

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Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) ist möglich. Sie sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der DZ BANK ausgesetzt (Emittentenrisiko).

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