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DZ BANK – Brent: Swing-Trading-Set-up getriggert!

Die Lage: Bullen lassen sich von höherem Ölangebot nicht beirren

Nach der Rally der vergangenen Monate zeigten sich die Notierungen bei Brent Crude Oil zuletzt deutlich schwächer. Hintergrund waren Anmerkungen wichtiger Förderländer wie Russland und Saudi-Arabien, wonach in den kommenden Monaten mit einem deutlich höheren Ölangebot zu rechnen sein dürfte. Denn die beiden Schwergewichte haben vor dem wichtigen OPEC-Treffen Ende Juni in Wien eine moderate Erhöhung der Ölproduktion ins Spiel gebracht. Medienberichten zufolge soll demnach die Produktion um 1 Million Barrel pro Tag erhöht werden. Diese überraschende Ankündigung verfehlte ihre Wirkung nicht und brachte die Notierungen an den Terminmärkten kurzfristig unter Druck, zumal einige Analysten dieses Statement als Zeichen für eine mögliche Kehrtwende der OPEC und Russlands gewertet hatten. Für zusätzliche Nervosität sorgte unter anderem auch die weiter steigende US-Ölproduktion. Hier ist es vor allem die Renaissance der US-Fracking-Industrie, die seit Monaten für eine kräftige Erholung der Ölfördermenge sorgt, wobei zuletzt mit 10,7 Millionen Barrel pro Tag ein neuer Rekordstand erreicht wurde.

Die Perspektive: Kehrtwende bei Förderkürzungen bleibt unwahrscheinlich

Trotz der Ankündigung einer leichten Anhebung der Ölfördermenge scheint eine radikale Abkehr von der durch die OPEC und Russland vereinbarten Förderkürzung bei Brent Crude Oil eher unwahrscheinlich. Laut offizieller Lesart soll diese Maßnahme den zu erwartenden Produktionsrückgängen in einigen Ländern wie Venezuela oder Libyen entgegenwirken. Speziell in diesen beiden Staaten hatten marode Förderanlagen und teilweise bürgerkriegsähnliche Zustände bereits in den vergangenen Monaten zu teilweise drastischen Produktionsausfällen geführt. Das unerwartete Statement Russlands und Saudi-Arabiens könnte jedoch auch als Versuch gewertet werden, um die Reaktion der Terminmärkte in Bezug auf eine graduelle Rückführung der Förderkürzungen zu testen. Fundamental bleiben die Aussichten bei Brent Crude Oil weiter vielversprechend. Dies deutet zumindest die zuletzt aktualisierte Studie der OPEC an. Dabei geht das Förderkartell für die kommenden Monate angesichts der positiven konjunkturellen Entwicklung in Schwellenländern wie China oder Lateinamerika von einer weiter anziehenden Ölnachfrage aus und revidierte die Schätzungen um 25.000 Barrel auf 1,65 Millionen Barrel pro Tag nach oben. Unsicherheiten wie eine mögliche Erneuerung der Sanktionen gegen den Iran könnten außerdem für weiteren Schub sorgen.

Die Trading-Taktik: übergeordnet bullisches Szenario intakt
Die Marktreaktion auf die unerwartete Ankündigung einer leichten Anhebung der Ölfördermenge ist unserer Einschätzung nach klar als Bestätigung unseres übergeordneten bullischen Gesamtbilds zu werten. Denn der scharfe Rücksetzer wurde unmittelbar im Bereich des Ausbruchsniveaus bei 75 USD aufgefangen und mit Käufen beantwortet. Damit hat sich unser zuletzt skizziertes Szenario, wonach sich die 75-USD-Marke als Niveau für den Aufbau von Long-Positionen anbietet, eindrucksvoll bestätigt. Übergeordnet sollte Brent Crude unserer Einschätzung nach nun die Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends ins Visier nehmen. Wir bleiben daher bei unserem übergeordneten bullischen Szenario, wobei sich als Stop-Loss bei bestehenden Positionen u.E. ein Wert im Bereich der Marke von 72 USD anbietet.

 

Die Produktidee: Mini-Future Long auf Brent Crude Future Contract

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,542 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,527 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

Risikobeschreibung

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Mini-Future: Im Gegensatz zu Turbos sind bei Mini-Futures Basispreis und Knock-Out-Barriere nicht identisch. Berührt der Kurs des Basiswerts die im Voraus definierte Knock-Out-Barriere, kann die Emittentin nach billigem Ermessen den Mini-Future fällig stellen und innerhalb einer Bewertungsfrist einen noch vorhandenen Restbetrag errechnen und dem Zertifikateinhaber auszahlen. Dadurch kann ein Totalverlust vermieden werden. Trotz dieser „Stop-Loss“-Einrichtung kann es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen.

Mini-Future Long 44,527 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8L62
28,52 EUR 28,53 EUR -0,21% Basiswertkurs: 75,02 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: ICE Fut Eur, 15:58:58
Basispreis 41,542 USD Abstand zum Basispreis in % 44,67%
Knock-Out-Barriere 44,527 USD Abstand zum Knock-Out in % 40,69%
Hebel 2,23x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) ist möglich. Sie sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der DZ BANK ausgesetzt (Emittentenrisiko).

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