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INHALT

Dämpfer in deutscher Automobilbranche

Doppeltop ist intakt

Rebound-Szenario zum Wochenende

Widerstände und Unterstützungen
Widerstand 1: 12.600 Punkte
Widerstand 2: 12.800 Punkte
Unterstützung 1: 12.008 Punkte
Unterstützung 2: 11.703 Punkte

DZ BANK Produkte
TURBO SHORT 13.710 2018/07: BASISWERT DAX (WKN: DD8NS5)
TURBO LONG 10.725 2018/08: BASISWERT DAX (WKN: DD86QA)

Glossar

Rechtliche Hinweise

Disclaimer

Fertiggestellt
29.06.2018

Analyst
Marvin Herzberger


DAX-Analyse für Freitag, den 29. Juni 2018

DZ BANK – Dunkle Wolken über der Autobranche belasten den DAX

» Dämpfer in deutscher Automobilbranche

Deutsche Automobilbauer haben es derzeit nicht leicht. Abgasskandal, Gewinnwarnungen und die Drohung von Donald Trump, europäische Autoexporte der EU in die USA künftig mit Zöllen in Höhe von 20% zu belasten, drücken die Aktien nach unten. In diesem Zusammenhang hat gestern die Nachricht einer erneuten Prognosesenkung (erste Gewinnwarnung am 24.04.2018) von Osram für Unsicherheit am deutschen Markt gesorgt. Der Zulieferer hat die Anleger dazu bewogen, ihre Aktien-Engagements in Titel mit mittelbarem oder unmittelbarem Bezug zur Automobilbranche zu überdenken. Zu den größten Tagesverlierern der DAX 30 zählten mit Infineon und Continental gleich zwei der betroffenen Unternehmen. Ein Blick über den deutschen Markt hinaus stimmt auch nicht sonderlich positiv. Im Handelskonflikt zwischen den USA, China und der EU ist noch kein Ende in Sicht. Somit dürfte der DAX zu weiteren Kursverlusten in Richtung 12.008 Punkte (Unterstützung 1) tendieren. An diesem bearischen Szenario würde auch ein neutraler oder leicht positiver Wochenausklang nichts ändern. Das Short-Szenario ist erst hinfällig, wenn der Index zum Handelsschluss über 12.800 Punkte (Widerstand 2) notiert.

» Doppeltop ist intakt

Eine Betrachtung des Charts lässt auf weiter fallende Kurse schließen. Diese Einschätzung ergibt sich aus dem Doppeltop, welches am 22.05.2018 und 15.06.2018 markante Hochpunkte ausgebildet hat. Ausgehend vom letzten Bewegungshoch bei 13.169 Punkten, bis zum Tief des gestrigen Donnerstags, hat der deutsche Blue Chip-Index eine Korrektur von über 1.000 Punkten vollzogen. Wenn es also ohne neue Nachrichten zu einem kurzfristigen Aufwärtsimpuls kommen sollte, dann darf dieser nicht überinterpretiert werden. Die Bewegung kann dann lediglich eine zeitliche Komponente sein, um eine überverkaufte Situation der Bollinger Bänder oder des Slow Stochastic abzubauen. Auf dieser Basis aufbauend, sehen wir in dem charttechnischen Bild weiterhin fallende Kurse als das wahrscheinlichste Szenario an. Die Abwärtsbewegung sollte den deutschen Leitindex zur Marke von 12.008 Punkte (Unterstützung 1) führen. Nach dem nachhaltigen Unterschreiten dieser Kursmarke ist das Verlaufstief des aktuellen Jahres bei 11.703 Punkten (Unterstützung 2) als Ziel anzusehen. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der TURBO SHORT 13.710 2018/07: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DD8NS5)* mit einem Basispreis von 13.710 Punkten und Fälligkeitsdatum am 03.08.2018. Der Hebel liegt am 29.06.2018 um 07:00 Uhr bei 8,08. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX den Widerstand bei 12.800 Punkten auf Tagesschlusskursbasis überschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

» Rebound-Szenario zum Wochenende

Mit einem Tagesverlust von rund -1,4% ist der DAX wieder in den überverkauften Bereich unter das Bollinger Band gefallen. Diese Divergenz könnte in Kombination mit einer überverkauften Situation der Slow Stochastic dafür sorgen, dass der DAX eine Gegenbewegung aufnimmt. Der Pullback könnte wiederum zu einem versöhnlichen Wochenausklang führen. Ebenso könnte es zu positiven Impulsen durch Nachrichten kommen. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass es heute noch zu einer starken Aufwärtsbewegung kommt, dennoch können Marktteilnehmer auch diese Ansicht vertreten. In diesem Fall sollte der DAX die 12.600 Punkte (Widerstand 1) anvisieren. Wenn der Widerstandsbereich überwunden werden kann, sollten Anleger den Kursbereich bei 12.800 Punkte im Auge behalten. Dort verlaufen der GD 200 und das Down Gap vom 19.06. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der TURBO LONG 10.725 2018/08: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DD86QA)* mit einem Basispreis von 10.725 Punkten und Fälligkeitsdatum am 07.09.2018. Der Hebel liegt am 29.06.2018 um 07:00 Uhr bei 8,05. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX unter 12.008 Punkte fällt. Dann sind weitere Kursverluste bis zur nächsten Unterstützung bei 11.703 Punkten denkbar. Bitte beachten Sie die Produktrisken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

*Produktauswahl nach Vorgabe der DZ BANK

Risikohinweis
Wenn der Rückzahlungsbetrag der zuvor genannten Produkte niedriger ist als der gezahlte Kaufpreis, erleidet ein Anleger einen Verlust. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK (Emittent) ihren Verpflichtungen aus dem jeweiligen Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Die vollständigen Angaben zu den beiden zuvor genannten Produkten, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur DZ BANK können den für die beiden Produkte maßgeblichen Prospekten entnommen werden. Der bezüglich des öffentlichen Angebots von der DZ BANK erstellte Basisprospekt wird zusammen mit den jeweils zugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaigen Nachträgen zum Basisprospekt im Internet unter www.dzbank-derivate.de veröffentlicht. Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form sind außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTIR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland erhältlich.

Das von der DZ BANK für die zuvor genannten Produkte jeweils erstellte Basisinformationsblatt kann in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abgerufen werden, solange diese Produkte für Privatanleger verfügbar ist.

Bitte beachten Sie, dass die Wertentwicklung hier nur beispielhaft und verkürzt dargestellt ist. Der Chart zeigt die Wertentwicklung der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Quelle: www.dzbank-derivate.de

Täglich vor Börsenöffnung geben die technischen Analysten von TraderFox auf dzbank-derivate.de/daxanalyse eine Einschätzung zum DAX – sowohl als PDF als auch als Video.

» Glossar

Abwärtstrend
Ein Abwärtstrend ist eine Situation, bei der der Tiefpunkt jeder aufeinanderfolgenden Kursrallye tiefer liegt, als derjenige der vorangegangenen Rallye und jeder Hochpunkt ebenfalls tiefer als der vorangegangene Hochpunkt liegt. Anders formuliert: Ein Abwärtstrend ist ein Muster mit fallenden Gipfeln und Tälern.

Bollinger Bänder
Die Bollinger Bänder sind ein relatives Bezugssystem, das Aufschluss darüber geben soll, ob ein Markt stark überkauft oder überverkauft ist. Das System wurde von John Bollinger in den 1970er Jahren entwickelt. Die Bollinger Bänder werden mit Hilfe eines 20-Tage Gleitenden Durchschnitts (GD) in das Chartbild eines Marktes eingezeichnet. Das untere Bollinger Band wird 2 Standardabweichungen unter dem 20er GD aufgetragen. Das obere Bollinger Band wird entsprechend 2 Standardabweichungen über dem 20er GD eingezeichnet. Wenn man eine Normalverteilung der Preisentwicklung unterstellt, befinden sich etwa 95% aller Marktpreise innerhalb der Bollinger Bänder. Wenn ein Markt stark fällt und sich deutlich unterhalb der Bollinger Bänder befindet, kann man von einer überverkauften Situation sprechen. Wenn ein Markt stark steigt und deutlich oberhalb des oberen Bollinger Bandes notiert, kann man von einer überkauften Situation sprechen.

Divergenz
Eine Situation, in der sich zwei Indikatoren nicht gegenseitig bestätigen. Bei der Oszillator-Analyse ist dies zum Beispiel der Fall, wenn die Kurse steigen, während ein Oszillator bereits anfängt zu fallen. Divergenzen warnen üblicherweise vor einem Trendwechsel. Das Gegenteil von Abweichung ist Bestätigung.

Doppeltop
Diese Kursformation weist zwei ausgeprägte Gipfel auf. Die Trendumkehr ist abgeschlossen, wenn das mittlere Tal nach unten durchbrochen wird. Der doppelte Boden ist ein Spiegelbild des Doppeltops.

Gap
Kurslücken sind Leerräume, die auf einem Balkenchart auf Kursniveaus auftreten, an denen kein Handel stattgefunden hat. Zu einer Aufwärtslücke kommt es, wenn der tiefste Kurs eines Handelstages höher ist, als der höchste Kurs des vorangegangenen Tages. Eine Aufwärtslücke (Gap Up) ist üblicherweise ein Zeichen von Marktstärke, während eine Abwärtslücke (Gap Down) ein Zeichen von Marktschwäche darstellt. Die drei wichtigsten Arten von Kurslücken sind Ausbruchslücke, Fortsetzungslücke und Erschöpfungslücke.

Gap Down
Ein Gap Down ist eine Kurslücke, welche zwischen den Preisen auf einem Chart entsteht. Dabei ist die abwärts gerichtete Bewegung so stark, dass dazwischen kein Handel stattfindet. Der erste Handel findet dann zu einem Kurs statt, welcher eine Lücke zum vorherigen Kurs darstellt.

Die sich öffnenden Lücken sind Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage. Es herrscht ein Angebotsüberhang.

Gap Up
Ein Gap Up ist eine Kurslücke, welche zwischen den Preisen auf einem Chart entsteht. Dabei ist die aufwärts gerichtete Bewegung so stark, dass dazwischen kein Handel stattfindet. Der erste Handel findet dann zu einem Kurs statt, welcher eine Lücke zum vorherigen Kurs darstellt.

Die sich öffnenden Lücken sind Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage. Es herrscht ein Nachfrageüberhang.

GD 200
GD 200 steht für Gleitender Durchschnitt über die vergangenen 200 Börsentage. Die 200-Tage-Linie gehört zu den einfachsten und bekanntesten Hilfsmitteln der Chartanalyse. Sie wird ermittelt, indem für jeden Tag das arithmetische Mittel der Schlusskurse der vergangenen 200 Handelstage berechnet wird und anschließend die einzelnen Durchschnittskurse miteinander verbunden werden.
Der GD 200 wird als trendfolgender Indikator genutzt. Wird die 200-Tage-Linie eines Titels von oben nach unten gerissen, so sprechen Charttechniker von einem Verkaufssignal. Im umgekehrten Fall fungiert er als Kaufsignal.

Long-Szenario
Der Marktteilnehmer setzt auf einen Kursanstieg.

Schulter-Kopf-Schulter-Formation
Die bekannteste der Umkehrformationen. An einem Markthöhepunkt werden drei ausgeprägte Gipfel gebildet, wobei der mittlere Gipfel (oder Kopf) etwas höher ist, als die beiden anderen Gipfel (Schultern). Wenn die Trendlinie (Nackenlinie), die die beiden dazwischen liegenden Täler verbindet, gebrochen wird, ist die Formation komplett. Eine Bodenformation ist das Spiegelbild der Topformation, sie wird umgekehrte oder inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation genannt.

Short-Szenario
Der Marktteilnehmer setzt auf einen Kursrückgang.

Slow Stochastic
Die Stochastik ist ein mathematisches Verfahren zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten bei Zufallsverfahren. Mit dem Indikator der Slow Stochastic wird nach Umkehrpunkten im Markt gesucht. Charttechnische Relevanz erlangt der Indikator bei der Feststellung von Umkehrpunkten in Zeiten von Seitwärtsbewegungen und sich entwickelnden leichten Trends. Der Indikator sollte in Verbindung mit weiteren Indikatoren oder charttechnischen Mustern verwendet werden.

Der Indikator besteht aus zwei Linien, einer schnelleren grünen Linie, genannt (%K) und einer langsameren roten Linie (%D). Signale entstehen, wenn die beiden Linien einen Schnittpunkt aufweisen und/oder durch das Niveau auf der Skala. Die beiden Linien können Werte zwischen 0-100 annehmen. Theoriegemäß weisen Werte über 70-80 darauf hin, dass sich der Markt derzeit in einem überkauften Zustand befindet. Werte unterhalb von 20-30 weisen hingegen auf einen überverkauften Zustand hin.

Ein Kaufsignal entsteht, wenn die Linie %K die Linie %D von unten nach oben schneidet. Ein Verkaufssignal wird generiert, wenn die Linie %K die Linie %D von oben nach unten schneidet.

Wenn die %K-Linie die %D-Linie im Bereich von 20-30 oder niedriger von unten nach oben durchbricht, dann kommt es zum Kaufsignal. Analog dazu das Verkaufssignal. Wenn die %K-Linie im Bereich von 70-80 oder höher notiert und die %D Linie nach unten durchbricht, wird ein Verkaufssignal generiert.

Überkauft
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit einem Oszillator verwendet wird. Erreicht ein Oszillator einen oberen Extremwert, so geht man davon aus, dass der Markt zu stark gestiegen und anfällig für einen Kurseinbruch ist.

Überverkauft
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit einem Oszillator verwendet wird. Erreicht ein Oszillator einen unteren Extremwert, so geht man davon aus, dass der Markt zu stark gefallen und reif für eine Erholung ist.

Unterstützung
Ein Kurs oder Kursbereich unterhalb des aktuellen Kurses, wo die Kaufkraft groß genug ist, um einen Kursrückgang aufzuhalten. Ein früheres Reaktionstief bildet üblicherweise eine Unterstützungslinie

Widerstand
Das Gegenteil von Unterstützung. Widerstand entsteht auf dem Niveau eines früheren Kurshochs, wirkt als Barriere oberhalb des Marktkurses und kann einen Kursanstieg stoppen. (Siehe Unterstützung.)

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DZ BANK AG
+49(0)69-7447-7035
wertpapiere@dzbank.de
www.dzbank-derivate.de

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