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INHALT

Bären in Lauerstellung

Short-Szenario: DAX mit Gap Up

Long-Szenario: Rebound führt zum GD 200

Widerstände und Unterstützungen
Widerstand 1: 12.550 Punkte
Widerstand 2: 12.783 Punkte
Unterstützung 1: 12.100 Punkte
Unterstützung 2: 11.703 Punkte

DZ BANK Produkte
TURBO SHORT 14.050 2018/12: BASISWERT DAX (WKN: DD9E71)
TURBO LONG 11.025 2018/12: BASISWERT DAX (WKN: DD9F07)

Glossar

Rechtliche Hinweise

Disclaimer

Fertiggestellt
10.07.2018

Analyst
Marvin Herzberger


DAX-Analyse für Dienstag, den 10. Juli 2018

DZ BANK – DAX nähert sich 200 Tage-Linie

» Bären in Lauerstellung

Der DAX hat die neue Woche mit einem Up Gap von 46 Punkten begonnen. Während des Handelstages wurde die Kurslücke dann allerdings innerhalb der ersten beiden Handelsstunden wieder geschlossen. Erst am Nachmittag konnte das deutsche Börsenbarometer erneut Stärke beweisen und den Tag mit einem kleinen Plus von rund 0,3% beenden. Zu den größten Gewinnern im Leitindex zählte die SAP, welche von einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China im Bereich von Zukunftstechnologien profitieren dürfte. Vorbörslich wird der DAX bereits mit einem Plus von rund 0,4% indiziert. Es sieht also erneut danach aus, dass der Index mit einem Gap Up in den Handel starten wird. Wir vermuten eine Schließung der Kurslücke im Tagesverlauf. Ein wichtiger Termin am heutigen Dienstag sind die ZEW – Konjunkturerwartungen für Deutschland, welche um 11:00 Uhr veröffentlicht werden. Wir halten weiterhin an dem übergeordneten Short-Szenario fest, welches durch das übergeordnete Doppeltop charakterisiert ist. Ausgehend von der aktuellen Erholungsbewegung sollte der DAX somit Kraft für eine weitere Abwärtswelle sammeln können. Diese dürfte das Börsenbarometer dann in Richtung des Verlaufstiefs bei rund 12.100 Punkten (Unterstützung 1) drücken. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Unterstützungszone würde ein Abwärtspotenzial bis zum bisherigen Jahrestief bei 11.703 Punkte (Unterstützung 2) eröffnen. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX die Kursmarke von 12.783 Punkten (Widerstand 2) auf Tagesschlusskursbasis überschreitet.

» Short-Szenario: DAX mit Gap Up

Der DAX hat nach dem Beginn einer kraftvollen Abwärtswelle vom 15.06.2018 innerhalb von zwei Wochen über 1.000 Punkte an Wert verloren. Seit dem 02.07.2018 wurde dann eine Erholungsbewegung gestartet, welche bis heute anhält. Doch charttechnische Faktoren weisen auf die Fortsetzung der mittelfristigen Abwärtsbewegung hin. So hat der DAX in den vergangenen Handelstagen bereits am 03.07. und 09.07. mit einem Gap Up eröffnet, konnte diese jedoch nicht über den Handelstag verteidigen. Die erste Kurslücke könnte eine Ausbruchslücke darstellen, welche eine kurzfristige technische Gegenreaktion im Abwärtstrend eingeleitet hat. Die zweite Lücke könnte nun eine Fortsetzungslücke sein. Heute könnte mit der dritten Kurslücke eine Erschöpfungslücke entstehen, wodurch fallende Kurse wahrscheinlicher werden. Die Marke von 12.550 Punkte (Widerstand 1) konnte der DAX gestern überwinden. Da die Bewegung jedoch noch keine Nachhaltigkeit bewiesen hat, sollte das Kursniveau heute weiterhin beachtet werden. Wir vermuten, dass eine zweite Abwärtswelle bevorsteht. Diese dürfte den Kurs zuerst in Richtung des letzten Bewegungstiefs bei 12.100 Punkte (Unterstützung 1) führen. Nachdem die Kursmarke unterschritten wurde, ist das nächste Ziel im Tief des Jahres 2018 bei 11.703 Punkte (Unterstützung 2) zu sehen. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der TURBO SHORT 14.050 2018/12: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DD9E71)* mit einem Basispreis von 14.050 Punkten und Fälligkeitsdatum am 07.01.2019. Der Hebel liegt am 10.07.2018 um 07:15 Uhr bei 8,11. Das Short-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX den Widerstand bei 12.783 Punkten auf Tagesschlusskursbasis überschreitet. Bitte beachten Sie die Produktrisken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

» Long-Szenario: Rebound führt zum GD 200

Charttechnisch vollzieht der DAX nach der ersten Abwärtswelle derzeit eine Erholungsbewegung. Diese scheint den Index direkt zum GD 200 zu leiten. Wir vermuten, dass dort viele Marktteilnehmer ihre Positionen schließen könnten, wodurch der DAX in diesem Kursbereich nachgeben sollte. Wenn er es hingegen schafft, die Marke von 12.783 Punkten (Widerstand 2) nachhaltig zu überschreiten, wäre eine Trendwende möglich. Der GD 200 wird von vielen institutionellen Anlegern für Ein- und Ausstiege herangezogen, weswegen das Überschreiten eine signifikante Wirkung entfalten dürfte. Die Aussagekraft des GD 200 lässt sich sehr gut am 18.04.2018, 24.04.2018 sowie 20.06.2018 ablesen. Ein Überwinden des gleitenden Durchschnitts könnte dem DAX neuen Aufwärtsschub verschaffen und ihn anschließend über die psychologisch wichtige Kursmarke bei 13.000 Punkte führen. Als eine Anlagemöglichkeit in den DAX stehen verschiedene derivative Produkte zur Verfügung. Ein Beispiel ist der TURBO LONG 11.025 2018/12: BASISWERT DAX der DZ BANK (WKN: DD9F07)* mit einem Basispreis von 11.025 Punkten und Fälligkeitsdatum am 07.01.2019. Der Hebel liegt am 10.07.2018 um 07:15 Uhr bei 8,05. Das Long-Szenario ist hinfällig, wenn der DAX unter 12.100 Punkte fällt. Dann sind weitere Kursverluste bis zur nächsten Unterstützung bei 11.703 Punkten denkbar. Bitte beachten Sie die Produktrisken, welche unten im Dokument beschrieben sind.

*Produktauswahl nach Vorgabe der DZ BANK

Risikohinweis
Wenn der Rückzahlungsbetrag der zuvor genannten Produkte niedriger ist als der gezahlte Kaufpreis, erleidet ein Anleger einen Verlust. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK (Emittent) ihren Verpflichtungen aus dem jeweiligen Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Die vollständigen Angaben zu den beiden zuvor genannten Produkten, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur DZ BANK können den für die beiden Produkte maßgeblichen Prospekten entnommen werden. Der bezüglich des öffentlichen Angebots von der DZ BANK erstellte Basisprospekt wird zusammen mit den jeweils zugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaigen Nachträgen zum Basisprospekt im Internet unter www.dzbank-derivate.de veröffentlicht. Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form sind außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTIR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland erhältlich.

Das von der DZ BANK für die zuvor genannten Produkte jeweils erstellte Basisinformationsblatt kann in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abgerufen werden, solange diese Produkte für Privatanleger verfügbar ist.

Bitte beachten Sie, dass die Wertentwicklung hier nur beispielhaft und verkürzt dargestellt ist. Der Chart zeigt die Wertentwicklung der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Quelle: www.dzbank-derivate.de

Täglich vor Börsenöffnung geben die technischen Analysten von TraderFox auf dzbank-derivate.de/daxanalyse eine Einschätzung zum DAX – sowohl als PDF als auch als Video.

» Glossar

Abwärtstrend
Ein Abwärtstrend ist eine Situation, bei der der Tiefpunkt jeder aufeinanderfolgenden Kursrallye tiefer liegt, als derjenige der vorangegangenen Rallye und jeder Hochpunkt ebenfalls tiefer als der vorangegangene Hochpunkt liegt. Anders formuliert: Ein Abwärtstrend ist ein Muster mit fallenden Gipfeln und Tälern.

Bollinger Bänder
Die Bollinger Bänder sind ein relatives Bezugssystem, das Aufschluss darüber geben soll, ob ein Markt stark überkauft oder überverkauft ist. Das System wurde von John Bollinger in den 1970er Jahren entwickelt. Die Bollinger Bänder werden mit Hilfe eines 20-Tage Gleitenden Durchschnitts (GD) in das Chartbild eines Marktes eingezeichnet. Das untere Bollinger Band wird 2 Standardabweichungen unter dem 20er GD aufgetragen. Das obere Bollinger Band wird entsprechend 2 Standardabweichungen über dem 20er GD eingezeichnet. Wenn man eine Normalverteilung der Preisentwicklung unterstellt, befinden sich etwa 95% aller Marktpreise innerhalb der Bollinger Bänder. Wenn ein Markt stark fällt und sich deutlich unterhalb der Bollinger Bänder befindet, kann man von einer überverkauften Situation sprechen. Wenn ein Markt stark steigt und deutlich oberhalb des oberen Bollinger Bandes notiert, kann man von einer überkauften Situation sprechen.

Divergenz
Eine Situation, in der sich zwei Indikatoren nicht gegenseitig bestätigen. Bei der Oszillator-Analyse ist dies zum Beispiel der Fall, wenn die Kurse steigen, während ein Oszillator bereits anfängt zu fallen. Divergenzen warnen üblicherweise vor einem Trendwechsel. Das Gegenteil von Abweichung ist Bestätigung.

Doji
Ein Doji ist eine Kerze oder ein Kursstab (Bar), bei dem Eröffnung- und Schlusskurs auf dem gleichen Kursniveau liegen. Der Doji signalisiert in erster Linie Unentschlossenheit oder eine Pause in der Kursbewegung. Der Doji entsteht in der Regel in Konsolidierungen oder Seitwärtsbewegungen, aber auch am Ende von Kursbewegungen.

Doppeltop
Diese Kursformation weist zwei ausgeprägte Gipfel auf. Die Trendumkehr ist abgeschlossen, wenn das mittlere Tal nach unten durchbrochen wird. Der doppelte Boden ist ein Spiegelbild des Doppeltops.

Gap
Kurslücken sind Leerräume, die auf einem Balkenchart auf Kursniveaus auftreten, an denen kein Handel stattgefunden hat. Zu einer Aufwärtslücke kommt es, wenn der tiefste Kurs eines Handelstages höher ist, als der höchste Kurs des vorangegangenen Tages. Eine Aufwärtslücke (Gap Up) ist üblicherweise ein Zeichen von Marktstärke, während eine Abwärtslücke (Gap Down) ein Zeichen von Marktschwäche darstellt. Die drei wichtigsten Arten von Kurslücken sind Ausbruchslücke, Fortsetzungslücke und Erschöpfungslücke.

Gap Down
Ein Gap Down ist eine Kurslücke, welche zwischen den Preisen auf einem Chart entsteht. Dabei ist die abwärts gerichtete Bewegung so stark, dass dazwischen kein Handel stattfindet. Der erste Handel findet dann zu einem Kurs statt, welcher eine Lücke zum vorherigen Kurs darstellt.

Die sich öffnenden Lücken sind Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage. Es herrscht ein Angebotsüberhang.

Gap Up
Ein Gap Up ist eine Kurslücke, welche zwischen den Preisen auf einem Chart entsteht. Dabei ist die aufwärts gerichtete Bewegung so stark, dass dazwischen kein Handel stattfindet. Der erste Handel findet dann zu einem Kurs statt, welcher eine Lücke zum vorherigen Kurs darstellt.

Die sich öffnenden Lücken sind Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage. Es herrscht ein Nachfrageüberhang.

GD 200
GD 200 steht für Gleitender Durchschnitt über die vergangenen 200 Börsentage. Die 200-Tage-Linie gehört zu den einfachsten und bekanntesten Hilfsmitteln der Chartanalyse. Sie wird ermittelt, indem für jeden Tag das arithmetische Mittel der Schlusskurse der vergangenen 200 Handelstage berechnet wird und anschließend die einzelnen Durchschnittskurse miteinander verbunden werden.

Der GD 200 wird als trendfolgender Indikator genutzt. Wird die 200-Tage-Linie eines Titels von oben nach unten gerissen, so sprechen Charttechniker von einem Verkaufssignal. Im umgekehrten Fall fungiert er als Kaufsignal.

Long-Szenario
Der Marktteilnehmer setzt auf einen Kursanstieg.

Schulter-Kopf-Schulter-Formation
Die bekannteste der Umkehrformationen. An einem Markthöhepunkt werden drei ausgeprägte Gipfel gebildet, wobei der mittlere Gipfel (oder Kopf) etwas höher ist, als die beiden anderen Gipfel (Schultern). Wenn die Trendlinie (Nackenlinie), die die beiden dazwischen liegenden Täler verbindet, gebrochen wird, ist die Formation komplett. Eine Bodenformation ist das Spiegelbild der Topformation, sie wird umgekehrte oder inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation genannt.

Short-Szenario
Der Marktteilnehmer setzt auf einen Kursrückgang.

Slow Stochastic
Die Stochastik ist ein mathematisches Verfahren zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten bei Zufallsverfahren. Mit dem Indikator der Slow Stochastic wird nach Umkehrpunkten im Markt gesucht. Charttechnische Relevanz erlangt der Indikator bei der Feststellung von Umkehrpunkten in Zeiten von Seitwärtsbewegungen und sich entwickelnden leichten Trends. Der Indikator sollte in Verbindung mit weiteren Indikatoren oder charttechnischen Mustern verwendet werden.

Der Indikator besteht aus zwei Linien, einer schnelleren grünen Linie, genannt (%K) und einer langsameren roten Linie (%D). Signale entstehen, wenn die beiden Linien einen Schnittpunkt aufweisen und/oder durch das Niveau auf der Skala. Die beiden Linien können Werte zwischen 0-100 annehmen. Theoriegemäß weisen Werte über 70-80 darauf hin, dass sich der Markt derzeit in einem überkauften Zustand befindet. Werte unterhalb von 20-30 weisen hingegen auf einen überverkauften Zustand hin.

Ein Kaufsignal entsteht, wenn die Linie %K die Linie %D von unten nach oben schneidet. Ein Verkaufssignal wird generiert, wenn die Linie %K die Linie %D von oben nach unten schneidet.
Wenn die %K-Linie die %D-Linie im Bereich von 20-30 oder niedriger von unten nach oben durchbricht, dann kommt es zum Kaufsignal. Analog dazu das Verkaufssignal. Wenn die %K-Linie im Bereich von 70-80 oder höher notiert und die %D Linie nach unten durchbricht, wird ein Verkaufssignal generiert.

Überkauft
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit einem Oszillator verwendet wird. Erreicht ein Oszillator einen oberen Extremwert, so geht man davon aus, dass der Markt zu stark gestiegen und anfällig für einen Kurseinbruch ist.

Überverkauft
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit einem Oszillator verwendet wird. Erreicht ein Oszillator einen unteren Extremwert, so geht man davon aus, dass der Markt zu stark gefallen und reif für eine Erholung ist.

Unterstützung
Ein Kurs oder Kursbereich unterhalb des aktuellen Kurses, wo die Kaufkraft groß genug ist, um einen Kursrückgang aufzuhalten. Ein früheres Reaktionstief bildet üblicherweise eine Unterstützungslinie

Widerstand
Das Gegenteil von Unterstützung. Widerstand entsteht auf dem Niveau eines früheren Kurshochs, wirkt als Barriere oberhalb des Marktkurses und kann einen Kursanstieg stoppen. (Siehe Unterstützung.)

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