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DZ BANK – Software AG: Cloud-/IoT-Wachstum führt zu EBIT-Anstieg

Das Expertenwissen: EBIT, EBITDA und EBITA

Zur Beurteilung der fundamentalen Lage eines Unternehmens stehen Anlegern verschiedene Finanzkennzahlen zur Verfügung. Eine wichtige Größe ist das sogenannte operative Ergebnis, das Aufschluss darüber gibt, wie erfolgreich eine Gesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in einem bestimmten Zeitraum (z.B. Quartal, Jahr) gewirtschaftet hat. Das operative Ergebnis wird auch als Betriebsergebnis, Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit oder Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bezeichnet. Ermittelt wird es aus den Umsatzerlösen, von denen sämtliche Kosten abgezogen werden. Das Finanzergebnis, Ertragsteuern sowie außerordentliche Erträge und Aufwendungen werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Viele Unternehmen nutzen das operative Ergebnis als Maßstab zur Beurteilung ihrer aktuellen Geschäftsentwicklung. Die Deklaration als operatives Ergebnis ist jedoch nicht konkret definiert, weshalb Anleger konkret prüfen müssen, was die jeweilige Gesellschaft unter dem operativen Ergebnis versteht. Einige Firmen nutzen außerdem Kennzahlen wie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) oder das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA). Hier werden zusätzlich Abschreibungen oder Teile davon aus den Kosten ausgeklammert.

Beim EBITDA werden Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände herausgerechnet. Es dient damit zur Ermittlung der operativen Leistungsfähigkeit vor dem gesamten Investitionsaufwand. Beim EBITA werden nur die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände außen vorgelassen.

Die Lage: operatives Ergebnis verbessert sich

Die Software AG ist Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller. Nach einem Rückgang des operativen Ergebnisses im Auftaktquartal 2018 hatte der Konzern im zweiten Quartal wieder einen Anstieg verzeichnet. Das EBIT verbesserte sich von 48,1 auf 52,2 Mio. Euro. Das EBITA legte von 61,3 auf 61,5 Mio. Euro zu. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Nettoprofit von 42,2 Mio. Euro, nach 40,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz war dagegen leicht rückläufig und verringerte sich von 207,4 auf 205,7 Mio. Euro. Hier wirkten negative Währungseffekte belastend. Bereinigt um diese Effekte stiegen die Einnahmen um 4%.

Von April bis Juni profitierte die Software AG davon, dass immer mehr Firmenkunden bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse auf ihre Produkte und Dienstleistungen zurückgreifen, was sich in steigenden Lizenzabsätzen und -erlösen niederschlug. Beispielsweise verbesserte das Digitalgeschäft „Digital Business Platform“ die Lizenzerlöse um 11%. Außerdem setzte das neue Cloud- und IoT-Geschäft seine positive Entwicklung mit einem Umsatzplus von 56% fort, angetrieben durch eine hohe Marktnachfrage nach unabhängigen und offenen, cloudbasierten Plattformen. Gleichzeitig konnte sich der Anteil der jährlich wiederkehrenden Erlöse im Cloud- und IoT-Geschäft mehr als verdoppeln. Der sogenannte Annual Recurring Revenue stieg demnach ausgehend von einer vergleichsweise niedrigen Basis von 12,2 auf 24,8 Mio. Euro. Die wiederkehrenden Einnahmen führen künftig zu besser planbaren Umsätzen.

Die Perspektive: erst am Anfang des Wachstumspotenzials

Das Wachstum mit Cloud-Angeboten und mit Software für das Internet der Dinge war im zweiten Quartal nicht ganz so stark gewesen wie von einigen Marktbeobachtern erwartet, wir gehen jedoch davon aus, dass die Software AG in den nächsten Quartalen wieder mit einer stärkeren Wachstumsdynamik überzeugt. Grundlage dafür ist der Ausbau des Geschäfts in den vergangenen Jahren – auch durch Partnerschaften und Zukäufe -, wodurch es dem Konzern gelungen ist, eine führende Rolle bei neuen IoT- und Cloud-Plattformen einzunehmen. Auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet ist das Wachstumspotenzial noch längst nicht ausgereizt. Vielmehr steht das Unternehmen erst am Anfang der sich hier bietenden vielversprechenden, langfristigen Wachstumsperspektiven. Damit sollte die Software AG weiterhin von dem Zukunftstrend profitieren, wonach viele Unternehmen zunehmend ihre Geschäftsprozesse digitalisieren. Große Pluspunkte sind die bereits starke Marktposition sowie die hohe Profitabilität, was unserer Einschätzung nach den anhaltenden Ausbau des Geschäfts erleichtern dürfte.

Bei Vorlage der Quartalszahlen hat die Software AG ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2018 bekräftigt. Der Vorstand geht weiterhin von einem Umsatzanstieg im Bereich Digital Business Platform (exkl. Cloud & IoT) von währungsbereinigt 3% bis 7% aus. 2017 wurden hier Erlöse von 441,5 Mio. Euro erzielt. Im Cloud- und IoT-

Geschäft rechnet das Management mit einem Plus zwischen 100% und 135%. Hier wurden im Vorjahr 14,9 Mio. Euro erzielt. Bei der EBITA-Marge peilt der Konzern weiterhin einen Wert zwischen 30% und 32% an. 2017 hatte er einen Wert von 31,8% erzielt. Im zweiten Quartal waren es 29,9% und im ersten Halbjahr 28,7%.

Aus charttechnischer Sicht zeigt die Aktie der Software AG einen langfristig intakten Aufwärtstrend. Vorläufiger Höhepunkt war das im Januar dieses Jahres markierte Allzeithoch bei 49,80 Euro. Anschließend bildete sich ein Abwärtsimpuls, dessen Tiefpunkt im Juni bei 38,24 Euro lag. Damit wurde die Aufwärtstrendlinie getestet, die aus der Verbindung der Verlaufstiefs von Oktober 2014 und Januar 2017 resultiert. Dass diese Linie nicht verletzt wurde, werten wir als Bestätigung der übergeordneten langfristigen Aufwärtsbewegung. Entsprechend sind unserer Einschätzung nach Chancen auf der Long-Seite zu suchen. Obsolet wäre unser Szenario bei einem Kursrückgang unter 38,24 Euro, weshalb sich unter dieser Marke ein Stop-Loss anbietet.

Die Anlageidee: Endlos-Turbo Long auf Software AG

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf die Software AG die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Auf den Basiswert Software AG stehen Anlegern verschiedene Endlos-Turbos Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 33,693 Euro. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

Risikobeschreibung

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Endlos Turbo Long 33,6955 open end: Basiswert Software

DD8KZE
0,74 0,75 2,78 Basiswertkurs: 41,000 EUR
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: Xetra, 14:53:30
Basispreis 33,6955 EUR Abstand zum Basispreis in % 17,82
Knock-Out-Barriere 33,6955 EUR Abstand zum Knock-Out in % 17,82
Hebel 5,48 Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

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