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DZ BANK – Deutsche Börse: Trump und Fed sorgen für gute Geschäfte

Die Lage: Höhere Volatilität treibt Geschäft an

Die anhaltende Verunsicherung über die Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie der EU hat an den Finanzmärkten im ersten Quartal für erhöhte Kursschwankungen gesorgt. Diese Entwicklung setzte sich im zweiten Quartal fort und begünstigte das Geschäft der Deutschen Börse. Die Nettoerlöse legten um 10% zu und erreichten 687,0 Mio. Euro. Zusätzlich zum strukturell bedingten Wachstum von rund 7% Prozent trugen die gestiegene Volatilität an den Zinsmärkten und höhere US-Leitzinsen zum Anstieg der Nettoerlöse bei. Dabei erzielten mit Ausnahme des Index- und Datengeschäfts alle Bereiche teils deutliche Zuwächse. Hohe Wachstumsraten verzeichneten insbesondere die Segmente EEX (Rohstoffe), IFS (Dienstleistungen für Investmentfonds), 360T (Devisenhandel) und Eurex (Finanzderivate).

Ebenfalls gestiegen sind die bereinigten operativen Kosten, die mit 262,9 Mio. Euro um 7% über dem Vorjahreswert lagen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) verbesserte sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12% auf 425,5 Mio. Euro. Trotz gestiegener Kosten im Zusammenhang mit dem Abbau von Arbeitsplätzen, Rechtsstreitigkeiten und der Integration von Tochterfirmen erzielte die Deutsche Börse nach Aussage von Finanzvorstand Gregor Pottmeyer im zweiten Quartal weiteres strukturelles und zyklisches Wachstum. Mit der Entwicklung in den ersten sechs Monaten liege man derzeit voll im Rahmen der Prognose von mindestens 10% Ergebniswachstum für das Gesamtjahr 2018.

Die Perspektive: Effizienter und profitabler durch Schlüsseltechnologien

Ende April 2018 hat der Vorstand die Grundzüge der „Roadmap 2020“ beschlossen. Ende Mai wurden die Details vorgestellt. Ziel des Strategieprogramms ist es, die Position der Deutschen Börse als führender europäischer Infrastrukturanbieter für die Finanzmärkte zu festigen und auszubauen. Bis einschließlich 2020 wird ein organischer Anstieg der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen um mehr als 5% p.a. erwartet, beim jährlichen durchschnittlichen Gewinnwachstum (auf Basis des bereinigten Periodenüberschusses) wird ein Anstieg von 10% bis 15% angestrebt. Gleichzeitig sollen die strukturellen Kosten bis Ende 2020 um rund 100 Mio. Euro sinken.

Die Ziele der „Roadmap 2020“ will man über die drei Stoßrichtungen organisches Wachstum, zielgerichtete Akquisitionen und Investitionen in Zukunftstechnologien erreichen. Insgesamt 270 Mio. Euro investiert die Deutsche Börse in die Schlüsseltechnologien Blockchain, Big-Data-Analysen, Cloud sowie Robotik und Künstliche Intelligenz, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und Effizienz sowie Gewinne zu steigern. Gleichzeitig sieht der Vorstand eine längerfristig anhaltende höhere Volatilität an den Märkten als zyklische Wachstumschance. Strukturelle Wachstumschancen biete der Trend zum Handel über die Börse und das Clearing.

Wir sehen die Deutsche Börse nach einem soliden zweiten Quartal in einer guten Position, um weiterhin von strukturellen Wachstumsinitiativen zu profitieren und den bereinigten Gewinn über mehrere Jahre zu steigern. Zusätzlich zur gestiegenen Handelsaktivität begünstigt ein Umfeld steigender Zinsen die Geschäftsentwicklung der Deutsche Börse. Die Abhängigkeit vom Handelsvolumen, das bei nachlassender Volatilität an den Finanzmärkten wieder sinken könnte, stellt aus unserer Sicht zugleich ein Risiko für die künftige Entwicklung dar. Die erreichte breitere Aufstellung mit den neuen Geschäftssegmenten versetzt das Unternehmen dabei in die Lage, etwaige Verluste in einzelnen Segmenten durch Gewinne in anderen Segmenten aufzufangen.

Die Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Deutsche Börse

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Deutsche Börse AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 24.07.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 121,212 Euro und einer Zinszahlung von 8,25% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 24.07.2019, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Börse AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Börse AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Deutsche Börse AG an der maßgeblichen Börse (Xetra Frankfurt) am 17.07.2019 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 121,212 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (8,25) bestimmte Anzahl von Aktien der Deutsche Börse AG. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalten Anleger die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Anleger erleiden einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Deutschen Börse AG am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Deutsche Börse AG am 17.07.2019 auf oder über 121,212 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 4,75 Euro.

Risikobeschreibung

Glossar

Basispreis: Der Basispreis einer Aktienanleihe definiert eine festgelegte Kursschwelle. Die Art der Rückzahlung des Produkts richtet sich danach, wo der Kurs des Basiswerts am letzten Bewertungstag im Vergleich zum Basispreis notiert.

Basiswert: Als Basiswert bezeichnet man das Finanzinstrument, z.B. eine Aktie oder ein Aktienindex, das einem Zertifikat zugrunde liegt

EBITDA: Das EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation), also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisation von immateriellen Vermögenswerten, ist eine Kennzahl zur Beurteilung der operativen Ertragskraft eines Unternehmens.

Aktienanleihe Classic 8,25% 2019/07: Basiswert Deutsche Boerse

DD94JQ
97,78% 97,88% 0,36% Basiswertkurs: 113,30 EUR
Geld in % Brief in % Diff. Vortag in % Quelle: Xetra, 15:43:48
Basispreis 121,212 EUR Abstand zum Basispreis in % -7,03%
Barriere Abstand zur Barriere
Zinssatz in % p.a. 8,25% p.a. Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 8,25

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