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DZ BANK – Brent: Bearisches Szenario bestätigt sich!

Die Lage: Steigende US-Öllagerbestände und eskalierender Handelskonflikt belasten

Die Ausgangslage bei Brent Crude Oil hat sich in den vergangenen Wochen merklich eingetrübt. Für negative Impulse sorgten zuletzt erneut die US-Öllagerbestände. Hier wurde in der Vorwoche ein Rückgang von lediglich 1,4 Millionen Barrel verzeichnet. Analysten hatten mit einem Minus von mehr als 3,3 Millionen Barrel gerechnet. Damit scheint sich die Nachfragesituation in Nordamerika schwächer als von vielen Analysten erwartet zu entwickeln. Dagegen markiert die Ölproduktion in den USA Woche für Woche neue Rekorde, da die Fracking-Anbieter ihre Kapazitäten sukzessive erhöhen. Negativ wirkte sich auch der weiter eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China aus. Denn China drohte kürzlich mit Strafzöllen auf US-Importe von Kraftstoffen und anderen rohölbasierten Produkten, die künftig mit Strafzöllen von 25% belegt werden sollen.

https://www.dzbank-derivate.de/filedb/deliver/xuuid/l00127ee999875f94946b207bc2fc040cb71

Die Perspektive: OPEC-Schwergewicht Saudi-Arabien reagiert mit Förderkürzungen

Als Reaktion auf die ungebremst steigende US-Ölproduktion und die jüngst rückläufige Entwicklung der Ölpreise kündigte Saudi-Arabien kürzlich überraschend eine Kürzung der Fördermenge um 200.000 Barrel pro Tag an. Noch vor einem Monat hatte man gemeinsam mit Russland eine Anhebung der Fördermenge in Kraft gesetzt, womit man laut einigen Analysten dem wachsenden Druck einiger Teilnehmerstaaten des Förderkürzungsabkommens nachgegeben hatte. Die nun von Saudi-Arabien vollzogene Kehrtwende zeigt, dass sich die OPEC bemüht, die Ölpreise weiter über dem Niveau der psychologisch wichtigen Marke von 70 USD zu stabilisieren. Allerdings ist kaum zu erwarten, dass Russland als größtes Nicht-OPEC-Mitglied der Zweck-Allianz seine Kapazitäten ebenfalls zurückfahren wird.

Die von Saudi-Arabien unternommenen Stabilisierungsversuche scheinen jedoch zu kurz zu greifen. Denn im Juli wurden laut jüngstem Report 41.000 Barrel pro Tag mehr produziert. Grund hierfür war vor allem ein höherer Öl-Output in Nigeria, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait. Auch auf der Nachfrageseite scheint sich das Momentum bei Brent Crude Oil weiter abzuschwächen. So hat die OPEC ihre Nachfrageprognose auf 1,64 Millionen Barrel pro Tag nach unten revidiert, ein Rückgang von 600.000 Barrel pro Tag gegenüber dem Vorjahresniveau. Auch übergeordnet bleiben die Aussichten auf der Nachfrageseite bearisch. Denn der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China sollte sich nach Einschätzung von Analysten negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken. Die Ausgangssituation bei Brent hat sich damit in den vergangenen Wochen deutlich eingetrübt, was unserer Einschätzung nach für eine Fortsetzung der übergeordneten Abwärtsbewegung spricht. Positive Newsimpulse wie das in Kürze in Kraft tretende Quasi-Exportembargo gegen den Iran oder weitere Förderprobleme in Staaten wie Venezuela scheinen unserer Einschätzung nach mittlerweile weitestgehend eingepreist.

Die Trading-Taktik: Short-Szenario intakt

Nachdem die Notierungen bei Brent Crude Oil zuletzt mehrfach im Bereich der Marke von 75 USD abverkauft wurden, bestätigt sich damit der übergeordnete kurzfristige Abwärtstrend. Wir sehen daher unser Short-Szenario weiterhin als intakt an und gehen von einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung aus. Bei einem Unterschreiten der Support-Zone bei 71 USD sollte sich die übergeordnete Abwärtsbewegung beschleunigen. Es bietet sich u.E. an, den Stop-Loss für Short-Positionen in den Bereich von 76 USD nachzuziehen.

Die Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-Out-Barriere (aktuell 107,633 USD) berührt, verfällt das Zertifikat allerdings wertlos.

Risikobeschreibung

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Stand: 14.08.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Endlos Turbo Short 107,633 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8N0Z
32,68 32,69 5,90% Basiswertkurs: 70,64 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: ICE Fut EUR, 17:48:41
Basispreis 107,633 USD Abstand zum Basispreis in % 52,37%
Knock-Out-Barriere 107,633 USD Abstand zum Knock-Out in % 52,37%
Hebel 1,91x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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