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DZ BANK – Brent: Bullen melden sich mit scharfer Aufwärtskorrektur zurück!

Die Lage: Unerwartet deutlicher Rückgang bei den US-Öllagerbeständen

Die Lage am US-Ölmarkt hat sich unerwartet deutlich entspannt. Dies belegt der unerwartet deutliche Rückgang der US-Öllagerbestände, die um 5,1 Millionen Barrel und damit deutlich stärker als erwartet zurückgingen. Marktbeobachtern zufolge waren vor allem die ungewöhnlich hohe Nachfrage seitens der US-Raffineriebetreiber für das deutliche Absinken der Öllagerbestände verantwortlich. In der Vorwoche hatten die US-Öllagerbestände noch einen unerwartet deutlichen Anstieg verzeichnet, was bei vielen Marktbeobachtern als Zeichen für eine schwache US-Ölnachfrage gewertet wurde. Gut ins Bild passt dabei auch die Tatsache, dass die US-Ölproduktion zwar mit einem leichten Anstieg um 100.000 Barrel wieder im Bereich ihrer Rekordstände von 11 Millionen Barrel pro Tag rangiert. Die vom US-Ölfelddienstleister Baker Hughes veröffentlichte Statistik zeigt jedoch, dass die Zahl der aktiven Ölplattformen im Vergleich zur Vorwoche um 9 auf insgesamt 860 sank, was auf ein verhalteneres Tempo beim Ausbau der US-Kapazitäten hinweist.

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Die Perspektive: Iran-Embargo und geringere OPEC-Produktion stützen nur kurzfristig

Im Blick steht an den Terminmärkten das immer näher rückende Inkrafttreten der US-Sanktionen gegen den Iran, das den viertgrößten OPEC-Produzenten quasi vom internationalen Ölhandel ausschließt. Der Iran versucht dies derzeit mit allen Mitteln zu verhindern und kündigte kürzlich eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag an. Allerdings dürfte der Iran nach Einschätzung von Beobachtern hier kaum den gewünschten Erfolg erzielen. Scheidet der Iran als Ölexporteur aus, sollte dies die Angebots- und Nachfragesituation weiter stützen. Allerdings haben die USA und auch andere OPEC-Staaten Maßnahmen angekündigt, um eventuelle Engpässe durch höhere Fördermengen zu kompensieren.

Ein weit gewichtigeres Argument für die Öl-Bullen lieferten die zuletzt deutlich gesunkenen Produktionsdaten. Hier wurde für Juli ein überraschender Rückgang um 9% bei den Teilnehmerländern des Ölförderkürzungsabkommens ermittelt. Dabei war dieses überraschende Ergebnis vor allem Rückgängen bei der Ölförderung in Venezuela sowie in einigen afrikanischen Staaten geschuldet. Nach Einschätzung der Energiebehörde IEA dürfte sich die Abwärtsspirale bei der Ölförderung in Venezuela weiter fortsetzen, wobei angesichts der maroden Ölinfrastruktur des Landes weitere Produktionsrückgänge zu erwarten sind. Nach Einschätzung der OPEC und der IEA drohen spätestens mit dem Inkrafttreten des Iran-Abkommens Lieferengpässe. Weiterhin angespannt bleibt die Ölnachfrage. Hier dürfte sich der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen China und den USA negativ bemerkbar machen, zumal viele Marktbeobachter im Falle einer weiteren Eskalation von deutlich geringeren Ölimporten im Reich der Mitte ausgehen. Auch die Nachfragebelebung in den USA könnte sich als kurzfristiger Effekt entpuppen. Denn im Zuge der anstehenden „Maintenance Season“ in den USA dürfte sich die Nachfrage der US-Raffinerien in den kommenden Wochen deutlich abkühlen. Entsprechend stehen die Chancen gut, dass sich die zuletzt gesehene Erholungsbewegung als kurzfristiges Strohfeuer entpuppen dürfte.

Trading-Taktik: Short am übergeordneten Abwärtstrend

Die Öl-Bullen konnten zuletzt den Angriff auf die wichtige Support-Zone im Bereich von 71 bis 72 USD überzeugend parieren. Nachdem die Unterstützung verteidigt werden konnte, leitete Brent Crude Oil in der Folge eine dynamische mehrtägige Erholungsbewegung ein, welche die Notierungen über den kurzfristigen Abwärtstrend im Bereich der 76-USD-Marke katapultierte. Damit wurde der empfohlene Stop-Loss für das Short-Szenario getriggert. Gestern wurden die Kursavancen bei Brent Crude Oil jedoch erneut im Bereich oberhalb der Marke von 77 USD abverkauft. Dies ist insofern relevant, da in diesem Bereich der seit Mitte Mai gültige übergeordnete Abwärtstrend verläuft, an dem Kurserholungen zuletzt in schöner Regelmäßigkeit abverkauft wurden. Wir sehen damit weiterhin ein gutes CRV für einen Short-Einstieg mit enger Risikotoleranz. Als Stop-Loss bietet sich hier ein Wert im Bereich des 52-Wochen-Hochs bei 80 USD an.

Die Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-Out-Barriere (aktuell 113,72 USD) berührt, verfällt das Zertifikat allerdings wertlos.

Risikobeschreibung

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Stand: 29.08.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Endlos Turbo Short 113,72 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8F1G
31,39 EUR 31,40 EUR -1,94% Basiswertkurs: 76,61 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: ICE Fut EUR, 18:00:05
Basispreis 113,72 USD Abstand zum Basispreis in % 48,44%
Knock-Out-Barriere 113,72 USD Abstand zum Knock-Out in % 48,44%
Hebel 2,10x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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