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DZ BANK – Gerresheimer: Weichen für längerfristiges Wachstum gestellt

Die Lage: solide Nachfrage, Währungseffekte belasten im zweiten Quartal

Der Pharma- und Gesundheitsbranche gilt angesichts globaler Trends wie einer steigenden Lebenserwartung und dem vor allem in den Industrieländern zunehmenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung als Wachstumsbranche. Dabei sind unseres Erachtens nicht nur Pharmakonzerne interessant, sondern auch Zulieferer wie die im MDAX notierte Gerresheimer AG. Das Unternehmen hat sich auf die Fertigung von Produkten aus Glas und Kunststoff spezialisiert. Dazu zählen pharmazeutische Verpackungen ebenso wie Produkte zur Verabreichung von Medikamenten (u.a. Insulin-Pens, Inhalatoren, vorfüllbare Spritzen, Ampullen, Behältnisse mit Verschluss- und Sicherheitssystemen) und Verpackungen für die Kosmetikindustrie. Mit seinen Produktionsstandorten in Europa, Nord- und Südamerika und Asien erwirtschaftete Gerresheimer 2017 einen Umsatz von 1,35 Mrd. Euro.

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Gerresheimer ein organisches Umsatzwachstum von 2,1% (bereinigt um Währungseffekte, Akquisitionen und Desinvestitionen). Während die Umsatzerlöse mit medizinischen Kunststoffsystemen unter denen des Vorjahreszeitraums lagen, zeigten die Erlöse mit Primärverpackungen aus Glas und mit Kosmetikglas eine gute Entwicklung. Jedoch führten negative Währungseffekte durch einen stärkeren US-Dollar dazu, dass der Umsatz von April bis Juni 2018 mit 332,6 Mio. Euro um 2,0% hinter dem Vorjahreswert zurückblieb. Das Adjusted EBITDA ging um rund 6,1% auf 71,1 Mio. Euro zurück, die Adjusted EBITDA-Marge sank von 22,3% auf 21,4%. Für das zweite Halbjahr 2018 erwartet der Vorstand aufgrund der Indikation zur Nachfrage seitens der Kunden eine starke Entwicklung und präzisierte im Juli die Prognosen für das Gesamtjahr. Die währungsbereinigten Umsatzerlöse werden nun zwischen 1,38 und 1,40 Mrd. Euro (zuvor 1,35-1,40 Mrd. Euro) erwartet. Für das währungsbereinigte Adjusted EBITDA bleibt die Prognose von 305 bis 315 Mio. Euro bestehen.

Die Perspektive: Großaufträge führen mittelfristig zu höheren Prognosen

Durch die im Juli bekanntgegebene Übernahme des Schweizer Medizintechnikherstellers Sensile Medical erweitert Gerresheimer seine beiden Geschäftsbereiche Plastics & Devices und Primary Packaging Glases um den Bereich Advanced Technologies. Das Angebotsspektrum umfasst damit künftig auch die Entwicklung und Produktion von intelligenten Systemen zur Verabreichung von Medikamenten inkl. digitaler Vernetzung (z.B. Mikropumpen für die Selbstbehandlung von Diabetes oder Herzerkrankungen). Die zunehmende Bedeutung der Selbstmedikation bietet Gerresheimer ebenso Wachstumspotenzial wie der Trend zu Generika, die Zunahme akuter und chronischer Krankheiten (insbesondere in alternden Gesellschaften) und der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellenländern. Denn der steigende Bedarf an Medikamenten geht mit einem steigenden Bedarf an entsprechenden Verpackungen einher.

Darüber hinaus konnte Gerresheimer zwei Großaufträge für Inhalatoren und vorfüllbare Spritzen gewinnen, deren Umsatzpotenzial sich auf insgesamt bis zu 50 Mio. Euro pro Jahr beläuft. In diesem Zusammenhang werden Kapazitätserweiterungen die Investitionsausgaben 2019 und 2020 stärker steigen lassen als zuvor geplant. Zudem wird für 2019 und 2020 mit einer Margenbelastung von etwa 1% ggü. 2017 gerechnet. Mittelfristig geht der Vorstand durch die Großaufträge von einem höheren Umsatzwachstum sowie einer verbesserten Profitabilität aus. So wird für 2021 und 2022 ein Anstieg der währungsbereinigte Adjusted EBITDA-Marge um 2% gegenüber 2019/20 erwartet. Zudem sollen die Umsatzerlöse ohne Berücksichtigung von Sensile Medical in den Jahren 2021 und 2022 über das übliche Wachstum hinaus um 2% steigen. Wir sehen mit Blick auf den mittelfristigen Ausblick und die Übernahme weiterhin positive Perspektiven für Gerresheimer. Ab 2020/2021 dürften die Schätzungen aufgrund des Zukaufs von Sensile Medical steigen. Zudem wirken die beiden Großaufträge mittelfristig wertsteigernd. Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sehen wir in anhaltend negativen Währungseffekten sowie Kostenrisiken im Zusammenhang mit den anstehenden Kapazitätserweiterungen.

Die Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Gerresheimer

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Gerresheimer AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 25.09.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 71,429 Euro und einer Zinszahlung von 5,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.09.2019, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Gerresheimer AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Gerresheimer AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Gerresheimer AG an der maßgeblichen Börse (Xetra Frankfurt) am 18.09.2019 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 71,429 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (14,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Gerresheimer AG. Der Gegenwert der Aktien wird unter dem Nennbetrag liegen. Anleger erleiden einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Gerresheimer AG am 18.09.2019 auf oder über 71,429 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 1,91 Euro.

Risikobeschreibung

Glossar

Basispreis: Der Basispreis einer Aktienanleihe definiert eine festgelegte Kursschwelle. Die Art der Rückzahlung des Produkts richtet sich danach, wo der Kurs des Basiswerts am letzten Bewertungstag im Vergleich zum Basispreis notiert.

Basiswert: Als Basiswert bezeichnet man das Finanzinstrument, z.B. eine Aktie oder ein Aktienindex, das einem Zertifikat zugrunde liegt.

EBITDA: Das EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation), also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisation von immateriellen Vermögenswerten, ist eine Kennzahl zur Beurteilung der operativen Ertragskraft eines Unternehmens.

EBITDA-Marge: Die EBITDA-Marge gibt an, wie viel Prozent des operativen Gewinns vor Zins- und Steuerzahlungen und Abschreibungen ein Unternehmen pro Umsatzeinheit erwirtschaftet hat.

Aktienanleihe Classic 5% 2019/09: Basiswert Gerresheimer

DDE45A
97,80 97,90 -0,63 Basiswertkurs: 71,75
Geld in % Brief in % Diff. Vortag in % Quelle: Xetra, 16:13:26
Basispreis 71,429 Abstand zum Basispreis in % 0,45
Barriere Abstand zur Barriere
Zinssatz in % p.a. 5,00 Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 14,00

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Das von der DZ BANK AG für dieses Produkt erstellte Basisinformationsblatt kann in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abgerufen werden, solange dieses Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Die vollständigen Angaben zu dem DZ BANK Produkt, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur DZ BANK können dem maßgeblichen Prospekt entnommen werden.

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