Airbus Group SE: 2024 sollen rund 800 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert werden!


Airbus konnte im Jahr 2023 wegweisende Fortschritte bei den Transformations- und Dekarbonisierungszielen erreichen. Ein hoher Auftragsbestand dürfte dazu beitragen, dass im Jahr 2024 rund 800 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert werden. Obendrein sollen die Investoren eine höhere Dividende je Aktie für das abgeschlossene Jahr 2023 erhalten.

Europas größtes Luft- und Raumfahrtunternehmen im Profil

Airbus Group SE ist ein globales Luft- und Raumfahrtunternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Flugzeugen, Hubschraubern, Raumfahrtprodukten und damit verbundenen Dienstleistungen konzentriert. Der Hauptteil von Airbus‘ Geschäftsmodell besteht in der Entwicklung, Herstellung und dem Verkauf von Verkehrsflugzeugen. Das Unternehmen produziert eine breite Palette von Flugzeugen für verschiedene Marktsegmente, darunter Langstreckenflugzeuge, Mittelstreckenflugzeuge und Regionalflugzeuge. Der Verkauf von Flugzeugen an Fluggesellschaften weltweit bildet eine erhebliche Einnahmequelle für Airbus. Airbus ist auch ein bedeutender Hersteller von zivilen und militärischen Hubschraubern. Der Verkauf von Hubschraubern an zivile Kunden wie Rettungsdienste, Polizei und Unternehmen sowie an militärische Organisationen ist ein weiterer wesentlicher Geschäftsbereich. Airbus ist außerdem in den Bereichen Verteidigung und Raumfahrt tätig. Das Unternehmen entwickelt und liefert Produkte und Dienstleistungen für Verteidigungszwecke, einschließlich Flugzeuge, Satelliten und Raumfahrttechnologien. Airbus bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Flugzeugen an, einschließlich Wartung, Reparatur und Überholung (MRO), logistische Unterstützung und Schulungen. Diese Dienstleistungen tragen dazu bei, langfristige Beziehungen zu Kunden aufzubauen und zusätzliche Einnahmen zu generieren.

 

Probleme beim Konkurrenten wecken Wachstumsfantasien

Konkurrent Boeing hatte jüngst wieder mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. So riss im Januar beispielsweise in einer Boeing 737-9 Max ein Fensterteil der Kabine. Daraufhin ordnete die FAA ein Flugverbot über 170 Maschinen dieses Typs an. Seit Jahren hat Boeing immer wieder mit Qualitätsmängeln zu kämpfen, was die Marktanteile leicht zugunsten von Airbus verschiebt. Allerdings bekommt man wegen den Lieferkettenproblemen kaum die Produktion gesteigert. Das verhindert, dass man stärker von den Problemen des Wettbewerbers profitiert. Positiv dürfte derweil auch die steigende Nachfrage nach Flügen sein. Hierdurch können die Fluggesellschaften neue Investitionen tätigen, um sich für die Zukunft strategisch zu positionieren. Auf der „Singapore Airshow“, welche vom 20. Februar bis zum 25. Februar lief, hatten sich die Fluggesellschaften derweil noch etwas zurückhaltend gezeigt. So hatte die taiwanische Fluggesellschaft Starlux am 2. Tag der Veranstaltung bei Airbus fünf Frachtjets vom Typ A350F und drei Passagiermaschinen vom Typ A330neo geordert. Die Marktbeobachter hatten sich hier etwas mehr Nachfrage erhofft. Stattdessen konnte der chinesische Konkurrent Comac mit dem Mittelstreckenjet C919 punkten, wodurch eine langfristig ein ernstzunehmender Konkurrent entstehen könnte.

 

Hoher Auftragsbestand begünstigt steigende Dividendenausschüttungen

Am 15. Februar hat Airbus den Bericht für die Jahresergebnisse 2023 präsentiert. Eine positive Nachfrageentwicklung dank der Erholung in der Luftfahrtbranche nach der Corona-Pandemie hat wiederum dazu beigetragen, dass Airbus 2023 Nettobestellungen nach Stornierungen in Höhe von 2.094 Flugzeugen verzeichnen konnte. Zum Vergleich: im Vorjahreszeitraum waren es 820 Flugzeuge. Der Auftragsbestand belief sich Ende 2023 auf 8.598 Verkehrsflugzeuge. Airbus Helicopters verzeichnete wiederum über die verschiedenen Programme verteilt 393 Nettobestellungen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 362 Hubschrauber. „2023 haben wir über alle Geschäftsfelder hinweg einen starken Auftragseingang verzeichnet und unsere Zusagen eingehalten. Dies war angesichts des komplexen Geschäftsumfelds eine beachtliche Leistung“, erklärte Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus. „Wir werden weiterhin in unser globales industrielles System investieren und gleichzeitig unsere Transformations- und Dekarbonisierungsziele weiter vorantreiben. Die vorgeschlagenen Dividenden spiegeln das starke Finanzergebnis 2023, unsere Wachstumsaussichten 2024 und unsere starke Bilanz wider.“ Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung konnte der Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % auf 65,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Anzahl der ausgelieferten Verkehrsflugzeuge belief sich dabei auf 735 Flugzeuge. Unterteilt in die verschiedenen Flugzeugfamilien stammten 68 aus der Reihe der A220, 571 Flugzeuge aus der A320-Familie, 32 aus der Reihe der A330 und 64 aus der A350-Reihe. Das bereinigte EBIT konnte derweil von 5,627 Mrd. Euro auf 5,838 Mrd. Euro gesteigert werden. Um die Investoren an den positiven Entwicklungen partizipieren zu lassen, soll auf der Hauptversammlung am 18. April 2024 eine Dividende in Höhe von 1,80 Euro je Aktie zuzüglich einer Sonderdividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vorgeschlagen werden. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2024 erwartet Airbus die Auslieferung von rund 800 Verkehrsflugzeugen, ein bereinigtes EBIT in der Spanne von 6,5 Mrd. Euro bis 7,0 Mrd. Euro und einen Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen in Höhe von 4,0 Mrd. Euro.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein Airbus Group SE

Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Airbus Group SE ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die Airbus Group SE-Aktie (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DJ6DBJ). Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.

 

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert Airbus Group SE-Aktie, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Airbus Group SE zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 26.02.2024, DZ BANK AG / Online-Redaktion

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