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DZ BANK – Brent: Kampf um die wichtige 80-USD-Marke!

Die Lage: Steigende US-Öllagerbestände drücken auf die Stimmung

Die Ölpreise absolvierten in den vergangenen Wochen eine Konsolidierung von ihren Rekordhochs jenseits der Marke von 85 USD. Hintergrund sind die schneller als erwartet gestiegenen US-Öllagerbestände in den USA, die in den vergangenen vier Wochen überraschend deutlich angestiegen waren. Allein in der Vorwoche wurde ein Plus von 6,5 Millionen Barrel ausgewiesen, was deutlich über den Erwartungen gelegen hatte. Derweil machte sich die Hurrikansaison negativ bei der US-Ölproduktion bemerkbar. Da einige Offshore-Ölplattformen aufgrund des Hurrikans Michael vorübergehend stillgelegt wurden, sank die US-Ölproduktion in der Vorwoche um knapp 300.000 Barrel auf 10,9 Millionen Barrel pro Tag. Der kürzlich vom US-Ölfeld-Dienstleister Baker Hughes veröffentlichte deutliche Anstieg bei den in Betrieb genommenen Ölplattformen deutet jedoch darauf hin, dass sich die Förderaktivitäten in den USA in den kommenden Monaten weiter beleben werden. Hier wurde mit 873 aktiven Ölplattformen ein neuer Rekordstand seit März 2015 ausgewiesen.

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Die Perspektive: Iran-Embargo wirft seine Schatten voraus

Trotz der graduellen Stabilisierung am US-Markt bleibt das Anfang November in Kraft tretende US-Embargo gegen den Iran, das den viertgrößten OPEC-Produzenten quasi vom Weltmarkt ausschließt, das bestimmende Thema an den Terminmärkten. Zwar konnten sich die OPEC und andere bedeutende Förderländer außerhalb des Ölkartells seit geraumer Zeit auf den zu erwartenden Angebotsengpass vorbereiten. Nachhaltige Erfolge hatte das Förderkartell hier jedoch nicht vorzuweisen. So weigerten sich Saudi-Arabien und Russland, eine nachhaltige Erhöhung der Ölfördermengen umzusetzen. Förderausfälle in wichtigen OPEC-Staaten wie Venezuela sorgten indessen dafür, dass es bislang noch keine Gewähr für einen adäquaten Ausgleich des ab Anfang November zu erwartenden rückläufigen Öl-Angebots gibt. Darauf deutet laut Agenturberichten ein am vergangenen Wochenende veröffentlichtes OPEC-Dossier hin.

Immerhin signalisierte Saudi-Arabien nach der lauter werdenden internationalen Kritik im Zusammenhang mit der angeblichen Ermordung des Regimekritikers Khashoggi ein gewisses Entgegenkommen und kündigte eine leichte Erhöhung der Ölfördermenge von aktuell rund 10,7 auf mehr als 11 Millionen Barrel pro Tag an, um mögliche Lieferengpässe im Zuge des Iran-Embargos abzumildern. Eine nachhaltige Stabilisierung scheint jedoch weiterhin nicht in Sicht. Entsprechend zeigten sich die Ölpreisnotierungen nach der mehrwöchigen Korrekturbewegung stabil und konnten das Breakout-Niveau bei 80 USD zurückerobern. Negative Nachrichten wie ein zu erwartender Nachfragerückgang im Zuge des weiter eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China scheinen damit eingepreist, was übergeordnet bullisch zu werten ist.

Die Trading-Taktik: antizyklisch long im Bereich von 75 USD

Brent Crude Oil absolvierte zuletzt eine Zwischenkorrektur vom Vierjahreshoch bei 86 USD und konsolidierte in den vergangenen Handelstagen im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 80 USD. Mit dem Unterschreiten der Marke von 78 USD wurden der Stop-Loss für das Long-Szenario ausgelöst. Angesichts der zuletzt eingetrübten charttechnischen Ausgangssituation bei Brent Crude Oil bietet sich aus unserer Sicht ein antizyklischer Long-Einstieg bei weiteren Kursabschlägen im Bereich der Marke von 75 USD an.

Die Produktidee: Mini-Future Long auf Brent Crude Oil

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,237 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,168 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 23.10.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Mini-Future Long 44,261 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8L62
// Quelle: DZ BANK: Geld 12.11. 15:07:35, Brief 12.11. 15:07:35
26,46 26,47 2,24 Basiswertkurs: 71,29 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: ICE Fut Eur, 14:57:39
Basispreis 41,294 USD Abstand zum Basispreis in % 42,08
Knock-Out-Barriere 44,261 USD Abstand zum Knock-Out in % 37,92
Hebel 2,38x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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