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DZ BANK – Münchener Rück: Hier sieht der Vorstand großes Potenzial!

Die Lage: Gewinnziel für 2018 sollte erreicht werden

Im ersten Halbjahr 2018 verzeichnete die Münchener Rück eine Schadenbelastung, die leicht unter dem langjährigen Durchschnitt lag. Im dritten Quartal 2018 nahm die Belastung durch Großschäden infolge von tropischen Wirbelstürmen zwar zu. Dennoch konnte der Rückversicherer von Juli bis September ein operatives Ergebnis von 1.040 Mio. Euro verbuchen. Im Vorjahreszeitraum hatten extrem hohe Schäden durch mehrere Hurrikans zu einem operativen Verlust von -1.732 Mio. Euro geführt. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich im dritten Quartal um 4,2% auf 12.790 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten erzielte die Münchener Rück einen Gewinn von 2,04 Mrd. Euro, sodass das Gewinnziel für 2018, für das eine Spanne von 2,1 bis 2,5 Mrd. Euro vorgegeben wurde, erreicht werden sollte. Aufgrund der schweren Waldbrände in Kalifornien im vierten Quartal, die die Münchener Rück einen niedrigen, eventuell auch mittleren dreistelligen Millionenbetrag kosten könnten, sowie der gesunkenen Aktienkurse in den vergangenen Wochen dürfte der Konzern eher die Mitte der avisierten Spanne erreichen.

Auf die Anfang 2019 anstehende Erneuerungsrunde blickt der Vorstand vorsichtig optimistisch und erwartet zumindest eine Stabilisierung der Preise. Nach dem durch große Schäden infolge von Hurrikans und schweren Erdbeben geprägten 2. Halbjahr 2017 konnte der Trend fallender Preise bei den Prämien in diesem Jahr gestoppt werden, allerdings verzeichneten die Rückversicherer nur leichte Preisanstiege. In Regionen, die stärker von Naturkatastrophen betroffen sind, dürften deutliche Preiserhöhungen möglich sein. In diesem Jahr haben tropische Wirbelstürme den Berechnungen der Münchener Rück zufolge zu Schäden in Höhe von rund 51 Mrd. US-Dollar geführt. Das war zwar deutlich weniger als 2017 (220 Mrd. US-Dollar), aber immer noch mehr als der langjährige Durchschnitt (34 Mrd. US-Dollar).

Die Perspektive: Wachstumsfeld Cyberrisiken

Um das mittelfristige Ziel eines Gewinnanstiegs auf 2,8 Mrd. Euro bis 2020 zu erreichen, will die Münchener Rück ihre Marktposition in Regionen ausbauen, in denen sie bisher weniger stark vertreten ist. Zudem setzt man auf individuelle Angebote und bedient neue Wachstumsfelder. Auf andere Einnahmequellen wird bewusst verzichtet. So will die Münchener Rück nicht mehr in Unternehmen investieren, die einen Großteil ihres Umsatzes mit Kohle erzielen, und auf die Versicherung von Kohlekraftwerken und Kohleminen verzichten. Gleichzeitig baut die Tochter MEAG (Munich Ergo Asset Management) ein Portfolio an Waldbeständen als alternatives Investment auf.

Besonders großes Potenzial sieht der Vorstand im Schutz vor Cyberrisiken, der sich sukzessive zu einem wichtigen, eigenständigen Geschäftsfeld entwickeln kann. Denn einerseits nimmt der Bedarf an der Absicherung von Risiken gegen Schäden z.B. durch Cyberattacken mit der voranschreitenden Digitalisierung und Vernetzung zu. Andererseits sind durch die zunehmende Vernetzung die meisten Branchen und viele Unternehmen rund um den Globus entsprechenden Cyberrisiken ausgesetzt. Die Münchener Rück setzt hier auf einen umfassenden Service, der neben dem Versicherungsschutz auch Leistungen wie die Überprüfung von Sicherheitsstandards, Maßnahmen zur Prävention sowie im Schadensfall die Ermittlung der Ursachen und die Wiederherstellung der Daten umfasst. Durch die Kooperation mit verschiedenen spezialisierten Technologieunternehmen kann der Rückversicherer auf deren Know-how sowie Servicenetze zurückgreifen. So profitieren beispielsweise die Versicherungskunden in der Region Asien-Pazifik von der kürzlich verkündeten Kooperation der Münchener Rück mit dem IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen DXC Technology. Im Falle einer Cyberbedrohung werden nicht nur die Ursache und die möglichen Auswirkungen ermittelt. Der Kunde erhält zugleich gezielte Unterstützung durch Experten für Cybersicherheit, Juristen und PR-Spezialisten.

Wir sehen, dass die Münchener Rück bei ihren Zielen etwas ambitionierter geworden ist und nun mehrjährige Gewinnsteigerungen in Aussicht stellt. In der Rückversicherung sind die Preise nach der hohen Schadenbelastung im Vorjahr nur moderat gestiegen. Hier sollen Wachstumschancen in neuen Geschäftsfeldern genutzt und Kosten gesenkt werden. Das ERGO Strategieprogramm scheint bislang mindestens planmäßig zu laufen. Die Kapitalausstattung ist u.E. sehr gut und die Rückstellungspolitik konservativ. Daher kann Münchener Rück aus unserer Sicht auch künftig eine hohe Dividende zahlen und zusätzlich Aktienrückkäufe tätigen, wodurch die Aktie einen konservativen Charakter hat. Risiken für die Geschäftsentwicklung sehen wir in bestehenden Überkapazitäten, die wieder zu einem höheren Preisdruck führen können. Zudem müssen sich die Versicherer dem Wettbewerb durch alternative Kapitalgeber wie z.B. Hedgefonds stellen. Eine Verschärfung dieses Wettbewerbs könnte sich ebenfalls nachteilig auf die Preise und die Marge auswirken.

Die Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Münchener Rück

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Münchener Rück AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 26.06.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 181,818 Euro und einer Zinszahlung von 8,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 26.06.2019, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Münchener Rück AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Münchener Rück AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Münchener Rück AG an der Börse Xetra Frankfurt am 19.06.2019 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 181,818 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalten Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (5,50) bestimmte Anzahl von Aktien der Münchener Rück AG. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalten Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Anleger erleiden einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Münchener Rück AG am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Münchener Rück AG am 19.06.2019 auf oder über 181,818 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 1,67 Euro.

Das Zeichnungsprodukt: Express-Zertifikat auf Münchener Rück

Darüber hinaus befinden sich weitere Zertifikate mit der Aktie der Münchener Rück AG als Basiswert in der Zeichnung. Ein Beispiel ist das ZinsFix Express StepDown Zertifikat mit der WKN DGE384, das ebenfalls eine alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage darstellt. Die Zeichnungsfrist für dieses Produkt läuft noch bis zum 07.01.2019.

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 21.12.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Aktienanleihe Classic 8,75% 2019/06: Basiswert Muenchener Rueckversicherungs

DDR0T2
Quelle: DZ BANK: Geld 21.12. 16:36:34, Brief 21.12. 16:36:34
100,26 % 100,36 % 0,29% Basiswertkurs: 189,10 EUR
Geld in % Brief in % Diff. Vortag in % Quelle: Xetra, 16:23:31
Basispreis 181,818 EUR Abstand zum Basispreis in % 3,80%
Barriere Abstand zur Barriere
Zinssatz in % p.a. 8,75% p.a. Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 5,50

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