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DZ BANK – Brent: Abwärtsbewegung bleibt intakt!

https://www.dzbank-derivate.de/filedb/deliver/xuuid/l001be08bf82a6be4d3990f76350d3556b8cDie Ölpreisnotierungen haben ihre Abwärtsbewegung in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Hintergrund sind Befürchtungen über einen deutlichen Nachfragerückgang bei Rohöl im Zuge des sich rasch ausbreitenden Coronavirus. Die zuletzt von Seiten der OPEC+-Gemeinschaft in Aussicht gestellten zusätzlichen Kürzungen der Ölfördermengen stießen an den Terminmärkten kaum auf positive Resonanz. Nachdem Brent auch den Support bei 55 USD nicht verteidigen konnte, halten wir an unserem übergeordneten Short-Szenario fest.

Coronavirus sorgt für Nachfrage-Einbruch in China

Die rasche Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung in China sorgt auch an den Terminmärkten für deutlich fallende Notierungen bei Brent Crude Oil. Nachdem mittlerweile einige größere Provinzen mit mehr als 40 Millionen Einwohnern in China unter Quarantäne gestellt und der Flugverkehr von und nach China drastisch zurückgefahren wurde, gehen Experten von einem deutlichen Einbruch der Ölnachfrage nicht nur in China aus. Jüngsten Erhebungen zufolge verringerte sich der Ölverbrauch in China seit Ausbruch des Coronavirus von 11 auf 8 Millionen Barrel pro Tag. Der britische Ölmulti BP geht davon aus, dass sich die weltweite Ölnachfrage durch den Coronavirus um 0,5 Millionen Barrel pro Tag verringern dürfte, was in Verbindung mit der anziehenden Ölproduktion vor allem der Nicht-OPEC-Länder wie den USA zu weiter sinkenden Notierungen führen dürfte.

OPEC+-Reaktion greift zu kurz – Katalysatoren bleiben Mangelware

Die Reaktion der OPEC+-Gemeinschaft auf den herben Kurseinbruch bei den Ölpreisen ließ nicht lange auf sich warten. In einem am vergangenen Mittwoch eilig einberufenen Krisentreffen empfahl ein Beratungs-Komitee der OPEC, weitere Förderkürzungsmaßnahmen im Gesamtvolumen von 0,6 Millionen Barrel pro Tag umzusetzen, um kurzfristig auf der Angebotsseite gegenzusteuern. Ob es tatsächlich zu weiteren Förderkürzungen der OPEC+-Allianz kommt, bleibt indessen unklar. Denn Russland als wichtigstes Nicht-OPEC-Mitglied hat vor dem Anfang März geplanten OPEC+-Treffen signalisiert, dass man eine weitere Kürzung der Ölfördermenge durch die OPEC+-Allianz angesichts der Auswirkungen des Coronavirus für verfrüht hält. Da die überwiegende Mehrheit der OPEC-Staaten weiteren Förderkürzungen ohnehin aus wirtschaftlichen Interessen sehr skeptisch gegenübersteht, dürfte aus unserer Sicht Saudi-Arabien als führendes Mitglied des Ölkartells wohl den Löwenanteil der neu geplanten Stützungsmaßnahmen allein zu tragen haben. Damit scheinen die Bären unseres Erachtens zumindest kurzfristig weiter die besseren Karten zu haben. Dafür spricht die Tatsache, dass positive News-Impulse wie deutlich rückläufige Produktionsdaten der OPEC-Staaten für Dezember wieder abverkauft wurden. Steigende US-Öllagerbestände oder Meldungen über deutlich sinkende chinesische Ölimporte wurden hingegen mit fallenden Kursen quittiert, was unserer Einschätzung nach für ein weiterhin bearisches Sentiment spricht.

Trading-Taktik

Brent hat seine Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD in den vergangenen Handelstagen weiter beschleunigt. Nachdem zuletzt auch die Marke von 55 USD unterschritten wurde, sollte sich die Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten des letzten Verlaufstiefs bei 54 USD nun fortsetzen. Es bietet sich aus unserer Sicht an, den Stop-Kurs bei bestehenden Short-Positionen auf 60 USD nachzuziehen.

Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 70,072 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 70,072 USD. Das Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eignet sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 12.02.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Endlos Turbo Short 70,072 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF9X8E
// Quelle: DZ BANK: Geld 12.02. 09:41:58, Brief 12.02. 09:41:58
13,55 EUR 13,55 EUR -6,68% Basiswertkurs: 55,25 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: ICE Fut Eur, 09:32:06
Basispreis 70,072 USD Abstand zum Basispreis in % 26,92%
Knock-Out-Barriere 70,072 USD Abstand zum Knock-Out in % 26,92%
Hebel 3,68x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) ist möglich. Sie sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der DZ BANK ausgesetzt (Emittentenrisiko).

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